5. Semester

5. Semester

 

Themenblock Pathomechanismen und Pharmakologie

Zur Einführung in die klinische Medizin und zum besseren Verständnis der weiterführenden klinischen Fächer bekommt ihr zunächst einmal einen großen Batzen theoretischen Wissens in Pharmakologie und Pathomechanismen. Leider ist daher das fünfte Semester noch mal nicht ganz so typisch „klinisch“. Zur Einführung in die ärztliche Praxis gibt es dafür den klinischen Untersuchungskurs. Einen Überblick über die einzelnen Lehrveranstaltungen und die Leistungsnachweise bzw. Teilleistungsnachweise, die ihr im Laufe des Semesters erbringen solltet, gibt euch das Studiendekanat mit dem Infoblatt „Information für Regelstudierende im dritten Studienjahr“.

 

Themenblockabhängige Veranstaltungen

  • Pathologie, Pathophysiologie
  • Pharmakologie
  • Klinische Chemie

Themenblockunabhängige Veranstaltungen

  • Klinischer Untersuchungskurs
  • Mikrobiologie, Virologie, Hygiene
  • Notfallmedizin

Schriftliche Prüfungen in:

  • Pathophysiologie
  • Pharmakologie
  • Mikrobiologie
  • Klinische Chemie
  • Notfallmedizin

Pathologie und Pathophysiologie

Veranstaltungen

Zur Pathophysiologie hört ihr verschiedene Vorlesungen im Klinikum. Es werden die in der Vorklinik teilweise schon in Physiologie angeschnittenen pathologischen Prozesse des Körpers besprochen, die im Rahmen einer Erkrankung ablaufen und diese beeinflussen. Zur Vertiefung gibt es die sogenannten POL-Kurse („Problem-orientiertes Lernen“), in denen in jeweils drei Sitzungen ein Fallbeispiel in Kleingruppen komplett durchgesprochen und gemeinsam eine Lösung erarbeitet wird.

Zur Pathologie hält Prof. Petersen eine Vorlesung im pathologischen Institut in der Stadt. Außerdem findet ein pathologischer Mikroskopierkurs im selben Hörsaal statt. Zur Aufgabe der Patholog*innen vielleicht eine Erklärung: Pathologie heißt „Lehre von der Krankheit“. Der/Die Pathologe*in beschäftigt sich mit den krankhaften Organveränderungen auf makro- und vor allem mikroskopischer bzw. histologischer Ebene. Er/Sie untersucht Bioptate, wenn eine Diagnose gesichert werden muss oder unklar ist, woran der/die Patient*in erkrankt ist, oder er führt Sektionen durch, wenn der/die Patient*in bereits verstorben ist, aber die genaue Todesursache medizinisch noch nicht eindeutig ist. Im Kurs lernt ihr daher alles über Zell- und Gewebereaktionen, -veränderungen und -schäden. Schwerpunkte sind morphologische und histo-pathologische Organveränderungen im Rahmen von Entzündungen, Tumoren, Kreislauferkrankungen und Stoffwechselstörungen. Für die Neuropathologie gibt es eine extra Vorlesung, sowie einen seperaten Histopatho-Kurs.

Die Anwesenheitskontrolle des Histo-Kurses erfolgt über Gruppenlisten, in welchen eure Anwesenheit notiert wird, wenn ihr euer Mikroskop zu Kursbeginn in Empfang nehmt.

Prüfungen

In Pathophysiologie schreibt ihr eine schriftliche Prüfung, in welcher ihr ca. zehn Fragen mit einem kurzen Prosa-Text beantworten sollt. Die Prüfung zur Pathologie ist mündlich und fällt in das sechste Semester.

Links

Präparate des Histokurses (Abspeichern, sind nicht dauerhaft auf dem Server!)

Skript Neuropathologie

Pharmakologie

Veranstaltungen

Pharmakologie, die Lehre von den Medikamenten, oder wie lerne ich am schnellsten und effektivsten ein Telefonbuch auswendig… Na ja, ganz so schlimm war es im Nachhinein dann doch nicht, da versucht wird, den Umfang dieses Stoffgebietes auf die wichtigsten Dinge zu minimieren. Außerdem ist dieses Fach wichtig, denn selbstverständlich müsst ihr als Arzt/Ärztin wissen, welche Medikamente ihr bei welcher Erkrankung einsetzen könnt und welche Vorteile oder Risiken mit deren Anwendung einhergehen.

Im fünften Semester geht es noch nicht darum Dosierungsvorschriften auswendig zu wissen, primär ist das Ziel ein Verständnis für die unterschiedlichen Arzneimittelgruppen und ihre Wirkungen zu erlangen. Versucht euch im Rahmen des riesigen Stoffumfanges wirklich auf diese Grundlagen zu konzentrieren – d.h. Medikament A: welche Gruppe, welche Wirkung/Wirkmechanismus, welche Gefahren, sowie die wichtigsten Indikationen, Kontraindikationen und Nebenwirkungen. Insbesondere die Gruppe ist von Bedeutung, denn wisst ihr einmal wo ihr einen Stoff einordnen sollt, dann kommt der Rest später von alleine. Ihr habt eine Vorlesung, sowie zwei wöchentliche Seminare mit Kurzvorträgen und einem Seminarplan zur Vorbereitung.

Prüfungen

Testate – drei Stück – bei eurer/m Seminarleitenden im Verlauf des Semesters, sozusagen zur „Wasserstandskontrolle“. Abhängig vom Dozierenden werden sie benotet, was aber keine Bedeutung hat, sondern nur der allgemeinen Einordnung eurer Leistung dienen soll. Am Ende des Semesters folgt eine schriftliche Klausur mit kurzen Freitext-Fragen, die stichpunktartig beantwortet werden können.

Links

Institut für Pharmakologie und Toxikologie -> Material zu Vorlesung und Seminar

Klinische Chemie

Veranstaltungen

Vorlesung: Thema der klinischen Chemie ist die Labordiagnostik von Erkrankungen – d.h. Blutbildveränderungen, Urinveränderungen, Tumormarker, etc. Es gibt außerdem ein Praktikum bzw. mehrere Praktikumstage, von denen euch jeweils einer in jedem Semester erwartet – passend zum jeweiligen Themenblock. Der Praktikumstag im fünften Semester dient der Einleitung und ist ohne Testat. Ihr werdet euch gegenseitig Blut abnehmen! Bitte euren Laufzettel nicht vergessen! Außerdem lohnt es sich, ein Schloss für die Schließfächer dabei zu haben.

Prüfungen

Eine schriftliche MC-Klausur.

Links

Institut für Klinische Chemie und Laboratoriumsdiagnostik -> Vorlesungsskripte und Infos zum Praktikum (die Anleitungen werden vom Institut am Tag selbst noch mal ausgeteilt)

Klinischer Untersuchungskurs (KU)

Veranstaltungen

Beim klinischen Untersuchungskurs handelt es sich um ein alle zwei Wochen stattfindendes Stationspraktikum. Den Arzt/die Ärztin, der euch betreut, solltet ihr i.d.R. über das ganze Semester behalten und er nimmt euch am Ende in den meisten Fällen auch die Prüfung ab. Ziel des KU ist es, die Grundlagen der allgemeinen körperlichen Untersuchung inklusive Anamnese zu erlernen und direkt am Patienten zu üben. Im SkillsLab könnt ihr die wichtigsten Dinge schon einmal an euch selbst ausprobieren – damit bekommt ihr etwas mehr Sicherheit, bevor ihr dann plötzlich im Krankenhaus den Patient*innen gegenüber steht. Zur Vorbereitung auf den Kurs hält Dr. Gerth eine Vorlesung, in welcher euch die theoretischen Grundlagen vermittelt werden werden.

Die Kurseinteilung findet ihr auf der Seite des Studiendekanats. Im Kurs benötigt ihr ein Stethoskop, einen Reflexhammer und eine kleine Pupillenleuchte. Diese Sachen könnt ihr z.B. bei der SegMed erwerben (montags 17-18 Uhr, Fachschaftsbüro). Im Klinikum müsst ihr euch zuvor außerdem einen Kasack zum Umziehen besorgen. Den Kasack erhaltet ihr vom Unimaten. Um diesen benutzen zu können, müsst ihr euch am Anfang des fünften Semesters im Mitarbeiterservice-Büro im Klinikum Lobeda (Öffnungszeiten: Mo + Mi, 8-13 Uhr) melden und eure Thoska frei schalten lassen. Ihr hinterlasst außerdem euren Namen für ein Namensschildchen. Das ist in der Regel nach ein paar Tagen abholbereit. Manchmal haben sie im Büro den Zettel für die Unimat-Freischaltung nicht ausliegen. Dann müsst ihr einmal zum Unimaten laufen, dort liegen sie daneben auf einem Tisch.

Zum Schluss eine Wegbeschreibung: Den Unimaten findet ihr im Keller – Haupteingang rein und links, zweite Treppe nach unten, geradeaus durch die Glastür zur Anmeldung der Radiologie; dort links durch die nächste Glastür und gleich wieder links. „Berufsbekleidungsschränke“ steht an der Tür. Mit dem Kasack in der Hand müsst ihr zur Umkleide. Dafür geht’s zurück Richtung Haupteingang und in die KIM (Gebäude 4, „Klinik für Innere Medizin“). Dem Gang im Erdgeschoss bis zum Ende folgen, hoch ins erste Stockwerk, an der rot gestrichenen Laboreinreiche vorbei und rechts abbiegen; die Umkleiden befinden sich am Ende des Ganges auf der linken Seite. Die Schließfächer in der Umkleide funktionieren teilweise mit 1 und 2 Euro Münzen. Denkt daran eure Nachweiszettel zum Kurs mitzunehmen!

Prüfungen

Eine kurze praktisch/mündliche Prüfung am Patienten. I.d.R. sollt ihr eine körperliche Untersuchung durchführen – entweder komplett und der Arzt/die Ärztin schaut zwischendurch zu oder nach spezieller Fragestellung. Es geht im Grunde genommen nur darum, ob ihr alles verstanden habt, die Techniken in ihren Grundlagen beherrscht und dabei nichts auslasst. Ihr müsst also keine Angst haben. Macht euch vielleicht eine Ablaufliste im Kopf, die ihr abarbeiten könnt, da es sich unter Beobachtung häufig schlechter nachdenken lässt.

Mikrobiologie, Virologie und Hygiene

Veranstaltungen

Zu diesem Querschnittsbereich gibt es im fünften Semester nur eine Vorlesung. Viel Spaß in der Welt der Bakterien, Viren, Würmer und was auch immer über all kreucht und fleucht und was man eigentlich am liebsten gar nicht wissen möchte… 😉 Inhalte der Vorlesung sind Mikrobiologie (20 Doppelstunden bei Prof. Straube über Bakterien und Parasiten), Virologie (sechs Doppelstunden bei Prof. Henke, Prof. Sauerbrei) und Hygiene (zwei Doppelstunden bei Frau Edel). Für das Praktikum zur Mikrobiologie müsst ihr auf das sechste Semester warten. Es ist dort Teil der Lehre und Vorbereitung auf die Prüfung der Infektiologie.

Prüfungen

Eine schriftliche MC-Klausur zu den Vorlesungsinhalten.

Notfallmedizin

Veranstaltungen

Die letzte Woche des Semesters dreht sich vollkommen um das primäre Notfallmanagement eines Ersthelfenden beim Eintreffen am Unfallort und damit natürlich auch die Verantwortung einer/s Medizinstudierenden, sollte er in der Stadt einem Notfall begegnen. In einer Mischung aus Vorlesung, Seminaren und praktischen Kursen lernt bzw. wiederholt ihr Reanimieren und Beatmen, manuell als auch mit dem AED (= automatisierter externer Defibrillator). Ein paar rechtliche Hinweise erhaltet ihr außerdem. Die Teilnahme müsst ihr euch auf einem Laufzettel bescheinigen lassen! Weitere Notfallwochen folgen dann im 7. und 9. Semester.

Prüfungen

Eine schriftliche Klausur. Vorsicht, keine typische MC-Klausur, sondern mehrere Antworten pro Frage können richtig sein. Bewertet wird jede korrekte Antwort (auch jede richtig nicht angekreuzte!) mit einem Punkt – pro Frage sind also vier Punkte zu ergattern.

Links

Fachbereich Notfallmedzin der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin