3. Semester

3. Semester

 

Zusätzlich zu den Fächern, die ihr schon im 2. Semester habt, kommt im 3. Semester noch Physiologie hinzu.

Biochemie

Veranstaltungen

Weiter geht es mit der Biochemie – nun dreht es sich um die molekulare Genetik (Zellzyklus, Nukleotidstoffwechsel, Proteinbiosynthese), Zytoskelett und Extrazelluläre Matrix, Hormone, Blut und Immunsystem. Analog zum 2. Semester gibt es Vorlesungen und begleitende Seminare mit Seminaraufgaben zur Vorbereitung.

In der auf das dritte Semester folgenden vorlesungsfreien Zeit findet das Biochemie-Praktikum statt. Sieben Tage mit einem Tag Pause – also sechs Versuche, welche sich fast über den gesamten Tag erstrecken. Ihr arbeitet in Vierergruppen und müsst pro Gruppe ein Protokoll anfertigen. Zur Einführung in das Praktikum müsst ihr an sechs Pflichtvorlesungen teilnehmen, welche noch während der Vorlesungszeit in der zweiten Hälfte des dritten Semesters abends stattfinden. Zum Praktikum den Kittel nicht vergessen; ein Vorhängeschloss für die Spinde ist außerdem hilfreich. Denkt am Versuchstag „Blutanalyse“ an den Nachweis des Hepatitis-B-Titers!

Voraussetzung für die Teilnahme am Praktikum Biochemie ist übrigens der erfolgreiche Abschluss des Praktikums Chemie für Humanmediziner nach dem 1. Semester.

Prüfungen

MC-Klausur

Im Praktikum gilt es jeden Tag zum Versuch ein mündliches Kolloquium in  Kleingruppen zu bestehen. Abgefragt werden die Grundlagen zum Versuch, sowie allgemeine Verfahren. Das Ergebnis wird benotet – und leider könnt ihr hier die Noten nicht im Mittelwert nehmen. Jeder Tag muss für sich bestanden werden, sonst droht ein Generaltestat am Ende der Praktikumswoche!

Physiologie

Veranstaltungen

Die Physiologie ist die Lehre von den Grundlagen der normalen Lebensvorgänge und Funktionen des menschlichen Organismus. Im dritten Semester geht es um die elektrophysiologischen Vorgänge in Nervenzelle und Muskulatur, um die Funktion des Herz-Kreislauf-Systems, der Niere und des Säure-Base-Haushalts und die mechanischen sowie physikalischen Aspekte der Atmung. Die Physiolog*innen teilen sich die Vorlesungsthemen – i.d.R. veröffentlichen sie im Nachhinein auch das Skript. Parallel zu den Vorlesungen findet wöchentlich ein Seminar bei einer/einem festen Seminarleitenden statt. Hier müsst ihr keine vorbereitenden Aufgaben beantworten und auch keine Mini-Tests befürchten. Das Seminar dient der Vertiefung der Vorlesungsinhalte und soll euch helfen den Stoff zu verstehen. Eine ausreichende Vorbereitung zu den Seminarthemen ist wirklich lohnenswert – sonst kann man im Seminar schlecht folgen und hat einen wertvollen Teil des Weges zum Verständnis verpasst!

Über die zwei Semester Physiologie werden vier Durchgänge Praktikum mit insgesamt 14 Versuchen verteilt. Ein Durchgang umfasst im dritten Semester vier Wochen, im vierten Semester drei Wochen – mit jeweils einem Versuch pro Woche. Im Institut der Physiologie werdet ihr z.B. Muskelfasern reizen, Aktionspotentiale von Froschherzen ableiten, eure Hör- und Sehfähigkeit testen und die meisten Untersuchungen an euch selbst durchführen, welche den Patient*innen in der Klinik drohen könnten. Voraussetzung für die Teilnahme am Physiologiepraktikum ist der erfolgreiche Abschluss des Praktikums Physik für Humanmediziner.

Angeboten werden außerdem Repetitorien zur Klausurvorbereitung; geleitet von Studierenden höherer Semester finden sie im Stationsbetrieb im Uni-Hauptgebäude am Löbdergraben statt.

Dozierende

Prof. Schaible, Prof. Benndorf, Prof. Richter, PD Dr. Zimmer, u.a.

Prüfungen

Eine schriftliche MC-Zwischenklausur (20 Fragen)  in der Mitte des Semesters, sowie eine MC-Abschlussklausur (40 Fragen) am Ende des Semesters. Mündliche Leistungskontrollen im Praktikum.

Links

Institut für Physiologie -> Hier findet ihr alles Relevante zu Vorlesung, Seminar und Praktikum, sowie Scheinvergabeordnung und Klausurergebnisse

Medizinische Psychologie und Soziologie

Veranstaltungen

Im dritten Semester dreht es sich nun mehr um psychologische Aspekte als um demographische Grundlagen. Thema der Vorlesung sind Sozialisation des Individuums, kindliche Entwicklung, Lernvorgänge, ärztliches Handeln und insbesondere Aspekte der Arzt-Patienten-Kommunikation. Parallel beginnt ein interaktiver Kurs, welcher alle zwei Wochen einmal nachmittags stattfindet. In diesem werdet ihr unter Leitung einer festen Betreuungsperson über das dritte und vierte Semester über die verschiedenen Themen diskutieren und mit Hilfe von Rollenspielen und Schauspielpatienten die Kommunikation zwischen Arzt/Ärztin und Patient*in üben.

Prüfungen

eine schriftliche MC-Klausur am Semesterende

Anatomie & Histologie

Veranstaltungen         

In Vorlesungen, Kursen mit integrierten Seminaren und Demonstrationen erfahrt ihr alles zum Aufbau und den grundlegenden Funktionen von Sinnesorganen, Gehirn und Rückenmark. Die integrierten Seminare werden zur einen Hälfte im Hörsaal Anatomie oder entsprechenden Seminarräumen gehalten, zur anderen auf dem Präpsaal. Zwei Personen aus eurem Kurs werden ein Gehirn von außen präparieren, zwei weitere den Circulus arteriosus willisii – den unteren Arterienkranz im Gehirn. Zum Präparieren könnt ihr euch freiwillig melden. Das fertig präparierte Gehirn wird dann mit der ganzen Gruppe unter Anleitung auseinander genommen. Die Demonstrationen hält Frau Dr. Fröber auf dem Präpsaal; sie erklärt, wie man beim Präparieren des Gehirns vorgeht und liefert mit den Präparaten einen wichtigen Beitrag zu eurem Verständnis der Dreidimensionalität des Gehirns. Die Demos sind keine Pflichtveranstaltungen – die Anwesenheit versteht sich aber von selbst, da sie sehr interessant und spannend sind.

Im letzten Teil des Mikroskopierkurses dreht es sich analog um ZNS und Sinnesorgane, außerdem um das Blut. Alles Weitere kennt ihr bereits.

Prüfungen                  

Anatomie: Testat zu ZNS und Sinnesorgane, MC-Klausur

Histologie: Eine schriftliche Leistungskontrolle zum Thema ZNS